Pride Rebellion

LGBTI+ in den Widerstand – Gedenken heißt kämpfen!

Der Trans Day of Remembrance ist ein jährlich am 20. November stattfindender Gedenktag für trans Personen. Ende der 90er Jahre wurde in den USA eine trans Frau ermordet. Aktivist:innen haben das zum Anlass genommen, den Trans Day of Remembrance ins Leben zu rufen. Weltweit werden Aktionen an dem Tag organisiert.

Auf die Straßen zum internationalen Trans Day of Remembrance – dem Gedenktag für alle trans Personen!

Überall auf der Welt sehen wir immer schlimmere Gewalt gegen LGBTI+. Besonders trans Personen werden offen angefeindet, angegriffen und ermordet. Dieses Jahr wurde zum Beispiel der trans Mann Malte auf dem CSD in Münster angegriffen und tödlich verletzt, nachdem er zwei Frauen verteidigt hat, die LGBTI+ feindlich beleidigt wurden. Letztes Jahr hat sich die iranische trans Frau Ella Nik Bayan in Berlin aus politischem Protest selbstverbrannt, um auf die Diskriminierung von trans Personen und anderen LGBTI+ aufmerksam zu machen. Malte und Ella sind nur zwei unserer vielen Geschwister, die wir verloren haben und die zeigen, dass Transfeindlichkeit System hat. Und das hier in Deutschland: Hier wird uns von der Ampelregierung versprochen, dass LGBTI+ geschützt und sogar besonders gefördert werden. Aber die 70 Millionen Budget für LGBTI+ werden gestrichen. Stattdessen kann der Staat mal eben 100 Milliarden für die Bundeswehr aufbringen.

Die Herrschenden werden uns weder schützen noch befreien!

Egal wie viele Reformen der Staat uns verspricht, er wird uns nicht befreien und ein gutes Leben für alle wird es im Kapitalismus niemals geben. Die aktuellen Teuerungen zeigen uns das mehr denn je, denn vor allem die Arbeiter:innenklasse, Jugendliche, Frauen und LGBTI+ leiden am meisten darunter. In Zeiten der Krise, wo wir uns nichts mehr leisten können von der Miete über Strom zu unseren Lebensmitteln, können trans Personen sich definitiv nicht zusätzlich die benötigten Hormontherapien und geschlechtsangleichende Operationen leisten. Das und der enorme bürokratische Aufwand führen zu einem großen psychischen Leiden, weswegen die Suizidrate von trans Personen so hoch ist.

Wir fordern zum Trans Remembrance Day:

  1. Eine Anpassung des Lohns, des BAföG und des Bürgergelds mindestens auf Inflationsniveau.
  2. Eine allgemeine, kostenlose medizinische Versorgung, insbesondere kostenlose und  unbürokratische Hormontherapie und geschlechtsangleichende Operationen für trans Personen.
  3. Der Bund soll das Budget von 70 Millionen für die Förderung von LGBTI+ wieder aufnehmen.
  4. Die Deckelung der Preise in allen Lebensbereichen, insbesondere Wohn-, Strom-, Gas-, Wasser- und Lebensmittelkosten. Keine Umverteilung von unten nach oben!

Wir sind immer kampfbereit, gegen Trans- und Homofeindlichkeit!

Der Trans Day of Remembrance ist ein Tag, an dem wir allen Menschen gedenken, die wir im Kampf gegen den Heterosexismus verloren haben.

Wir gedenken den Ermordeten und den Opfern von LGBTI+-feindlicher Gewalt. Wir gedenken aber auch vor allem denjenigen, die sich gegen das herrschende System aufgelehnt haben, um für LGBTI+ Befreiung zu kämpfen: Von Malte in Münster, der brutal niedergeschlagen wurde, bis zu Okan Altunöz, welche von den Folterknästen der Türkei bis in die Berge Kurdistans als freie trans Frau für unsere Befreiung gekämpft hat.

Schließt euch den Aktionen zum Trans Day of Remembrance an!


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